Mithelfen

Auch Sie können dazu beitragen, dass sich die Sicherheit auf unseren Straßen verbessert. Unterstützen Sie Ihre Verkehrswacht bei der Aktion „Vorsicht Toter Winkel!“. Die Aktion kann nur zum Erfolg werden, wenn verschiedene Partner mitmachen:

Jeder Verkehrsteilnehmer

beeinflusst durch sein Verhalten den Straßenverkehr – im Guten wie im Schlechten. Statt Stress und Eile sollte der Sicherheitsgedanke immer an erster Stelle stehen. So sollten Autofahrer mehr Rücksicht auf Radfahrer nehmen und beim Überholen immer den Sicherheitsabstand von 1,5 Meter einhalten. Besonders wichtig ist es, sich vor dem Abbiegen nach rechts durch den Schulterblick zu versichern, dass sich kein Radfahrer im rückwärtigen Raum befindet. Der Blick in den Außenspeigel reicht nicht aus! Auch sollte das Abbiegen durch das Setzen des Blinkers frühzeitig angekündigt werden. Radfahrer, die hinter dem PKW fahren, sind somit über ihre Absicht informiert.

Das ÖPNV-Unternehmen

hat ein „natürliches“ Interesse an Verkehrssicherheit. Täglich fahren die Busse des ÖPNV durch die Straßen der Stadt oder Gemeinde. Auf ihnen können die Heck- und Seitenaufkleber aufgebracht werden, die vor dem Toten Winkel warnen. Damit können nicht nur Radfahrer vor einer Kollision geschützt werden; es schützt auch die Busfahrerinnen und -fahrer, die durch einen Abbiegeunfall häufig selbst zu Opfern werden, denn psychische Folgeschäden sind bei gravierenden Unfällen nicht selten.

Bast-Präsident Stefan Strick, LVW-Präsident Prof. Jürgen Brauckmann und LVW-Direktor Burkhard Nipper präsentieren während des Truck-Symposiums des TÜV Rheinland die Aufkleber der Aktion „Vorsicht Toter Winkel!“
Das Busunternehmen/
Das Logistikunternehmen

kann durch die Aktionsaufkleber an den eigenen Fahrzeugen zeigen, dass man Verkehrssicherheit groß schreibt und sich dafür mit den Partnern vor Ort engagiert.
Auch sollte regelmäßig überprüft werden, ob die  Spiegel an den eigenen Fahrzeugen richtig eingestellt sind. Auf einigen Rast- und Autohöfen an Autobahnen findet man aufgezeichnete Schablonen, mit deren Hilfe sich die Spiegel an einem LKW korrekt einstellen lassen. Auch hat die sächsiche Staatskanzlei im September 2014 gemeinsam mit der Dekra auf allen Rast- und Tankanlagen entlang der Bundesautobahnen in Sachsen Spiegeleinstellflächen aufgebracht.

Aber auch ohne solche Hilfe kann man die Spiegel korrekt einstellen. Wie dies funktioniert, beschreibt die Berufsgenossenschaft Verkehr in einer Kurzanleitung.

Außerdem sollten die Fahrer eines Bus-/Logistilkunternehmens in Schulungen regelmäßig auf die Gefahr des Toten Winkels hingewiesen werden. Sie sind verpflichtet, besonders auf die ungeschützten Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen. Beim Rechtsabbiegen muss den geradeaus fahrenden Radfahrern Vorfahrt gewährt werden. Daher müssen sich LKW- und Busfahrer vor dem Abbiegen versichern, dass der Weg tatsächlich frei ist.

Die Aktion „Vorsicht Toter Winkel!“ wurde nicht entwickelt, um eine rücksichtslose Fahrweise von LKW- oder Busfahrern zu entschuldigen oder von ihrer Verantwortung zu entlasten. Die Fahrer sind verpflichtet, auf die schwachen Verkehrsteilnehmer zu achten und Vorfahrt zu gewähren. Auch können Aufkleber nicht Abbiegeassistenten ersetzen, die die Fahrer vor Radfahrern im Toten Winkel warnen. Sie sollen ausschließlich Abbiegeunfälle verhindern helfen, bis eine möglichst flächendeckende, europaweite Ausstattung von Großfahrzeugen mit zuverlässigen Abbiegeassistenten erreicht ist.

Eine Zusammenfassung der Aktion finden Sie auch auf diesem Flyer:

Faltblatt „Vorsicht Toter Winkel!“

Nur gemeinsam wird die Aktion „Vorsicht Toter Winkel!“ ein Erfolg!